Ruth Zechlin "Der Kreuzweg"

Orgelprospekt Montreal <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Alexander&nbsp;Seidel)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>refkirchehoefe.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>51</div><div class='bid' style='display:none;'>939</div><div class='usr' style='display:none;'>10</div>
Im Gottesdienst am Karfreitag erklingt dieses Jahr zeitgenössische Orgelmusik
"Der Kreuzweg" - vierzehn Stationen für Orgel solo (2007)

Ruth Zechlin, Jahrgang 1926, erhielt ab ihrem fünften Lebensjahr Klavierunterricht und legte bereits mit sieben Jahren eine erste Komposition vor.

Von 1943-45 und 1946-49 studierte sie u.a. Komposition und Tonsatz an der Hochschule für Musik in Leipzig. Nach ihrem Staatsexamen (1949) war sie zunächst dort als Dozentin tätig und wirkte gleichzeitig als stellvertretende Organistin an der Nikolaikirche zu Leipzig.

Ab 1950 wurde sie an die Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler" berufen, lehrte dort Harmonielehre, Kontrapunkt, Formenlehre, Instrumentation und Komposition sowie Cembalo und erhielt dorf 1969 eine Professur für Komposition. 1970 wurde sie in die Akademie der Künste gewählt.

Seit ihrer Emeritierung (1986) übernahm sie diverse Gastprofessuren, war von 1990-93 Vizepräsidentin der Akademie der Künste von Berlin, ist seit 1997 Mitglied der Freien Akademie der Künste von Mannheim und seit 1998 Ehrenmitglied des Deutschen Musikrates.
Neben diesen Verpflichtungen setzte sie ihre Konzerttätigkeit als Cembalistin und Organistin fort und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1997) und den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst (2001).

Ihr Zyklus für Orgel "Der Kreuzweg" ist ihr letztes Werk, in dem sie mit ganz modernen Mitteln die Orgel nutzt. Vom Cluster über Lamenti bisher zu aufbrausenden Passagen wird das Leiden Jesu und der Weg ans Kreuz unmittelbar hörbar gemacht.

Ein nicht alltägliches, mitunter auch schwer verdauliches Werk, dass unmittelbar unter die Haut geht und ganz sicher keinen unberührt lässt.