Orgelmusikreihe im Juli

Orgelprospekt Montreal (Foto: Alexander Seidel)
Gottesdienste im Juli mit Orgelmusik von Johann Gottfried Walther
Alexander Seidel,
In den Gottesdiensten am 04., 11., 18. und 25. Juli führt unser Kirchenmusiker Alexander Seidel verschiedene Orgelwerke des Komponisten J.G. Walther auf.

Hier erfahren Sie mehr über die Barockmeister der Orgel:


Johann Gottfried Walther (*1684 in Erfurt; †1748 in Weimar)
erhielt seine Ausbildung in Erfurt u. a. bei Johann Bernhard Bach, aber auch bei verschiedenen weniger bedeutenden Kantoren und Organisten.
Walther wurde 1702 Organist an der Erfurter Thomaskirche. 1704 lernte er Andreas Werckmeister in Halberstadt kennen. 1707, mit nur 23 Jahren, wurde er zum Organisten der Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar gewählt, wo er Freundschaft mit Johann Sebastian Bach schloss. Walther und Bach waren entfernte Vettern (seine Mutter, Martha Dorothea Lemmerhirt, war eine Halbschwester von Bachs Mutter). Kurz darauf wurde er zum Musiklehrer des Prinzen Johann Ernst, Sohn des Herzogs Johann Ernst III. von Sachsen-Weimar, und dessen Stiefschwester ernannt, was ihm hohes Ansehen verschaffte.
Sowohl die süd- als auch die norddeutsche Orgelmusik beeinflussten Walthers Werk, zudem war für ihn die Bekanntschaft mit den Concerti italienischer Meister wegweisend. Seine Bearbeitungen solcher Werke für Tasteninstrumente wurden zum Vorbild der Transkriptionen Bachs von Kompositionen Vivaldis. Walthers Vorlagen stammten von Tomaso Albinoni, Giorgio Gentili, Giovanni Lorenzo Gregori, Luigi Manzia, Joseph Meck, Giulio Taglietti, Georg Philipp Telemann, Giuseppe Torelli und nach Klaus Beckmann auch von François Collin de Blamont.